Innovative Behandlung von Ballastwasser zum Schutz der marinen Ökosysteme
Das Volumen und die Frequenz der internationalen Frachtschifffahrt nehmen zu. Mit ihr wachsen auch die Herausforderungen in Sachen Meeresumweltschutz: durch den ungewollten „Import / Export“ fremder Mikroorganismen und Kleinstlebewesen, der sich durch die notwendige Ballastwasseraufnahme von Frachtschiffen in internationalen Gewässern und der entsprechenden Ballastwasserabgabe in heimische Ökosysteme ergibt.
Das „reisende“ Ballastwasser, das zur Stabilisierung von Schiffen dient, ist eine große Gefahr für das Ökosystem Meer: Die eingeschleppten Arten können die heimischen Meeresbewohner verdrängen, die gesamte Nahrungskette aus dem Lot bringen und gefährliche Krankheitserreger verbreiten. 2004 verabschiedete die Internationale Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) das Ballastwasser-Übereinkommen, das verbindliche Regeln für die Behandlung von Ballastwasser festsetzt. Die Konvention fordert ab 2009, spätestens jedoch bis 2016 – je nach Kiellegung und Ballastwasserbedarf – ein Ballastwasser-Behandlungssystem an Bord jedes Schiffes.
Damit die Konvention in Kraft treten kann, muss diese von 30 Staaten ratifiziert werden, die 35 Prozent der weltweiten Handelstonnage in der Schifffahrt repräsentieren. Bislang haben 25 Staaten diese völkerrechtlich verbindliche Erklärung abgegeben, sie decken etwa 24 Prozent der weltweiten Handelstonnage ab. Deutschland will das Übereinkommen 2010, spätestens jedoch 2013 unterschreiben. Ein genauer Zeitpunkt, zu dem das Ballastwasser-Übereinkommen völkerrechtlich in Kraft treten kann, lässt sich gegenwärtig nicht prognostizieren.
Auch wenn verbindliche Regularien auf ihre Umsetzung warten, installiert die Beluga Shipping GmbH bereits auf allen Schiffsneubauten das umweltfreundliche sowie modular einsetzbare Ballastwasser-Behandlungssystem „CleanBallast“, das dem so genannten D-2-Standard des Ballastwasser-Übereinkommens im vollen Maße entspricht. Das System arbeitet sowohl in Salz- als auch Frischwasser und weist geringe Betriebskosten, wie zum Beispiel einen geringen Stromverbrauch, auf. Entwickelt wurde „CleanBallast“ vom Bremer Unternehmen RWO Marine Water Technology, einem weltweit führenden Anbieter von Systemen für die Wasseraufbereitung auf Schiffen und Offshore-Plattformen. Das Unternehmen ist Teil von Veolia Water Solutions & Technologies, einem Tochterunternehmen von Veolia Water, einem der führenden Anlagenbauer und Anbieter technischer Lösungen zur Wasseraufbereitung.
Die Ballastwasser-Behandlung erfolgt durch die mechanische Filtration von Partikeln, Sedimenten und Organismen, die größer als 50 Mikrometer sind, bevor das Wasser den Ballastwassertanks zugeführt wird. Weiterhin wird eine elektrolytische Desinfektion des Ballastwassers durchgeführt. Da es möglich ist, dass sich die Organismen in den Tanks natürlich vermehren, wird das Ballastwasser vor der Rückführung erneut gereinigt.
Durch den frühzeitigen Einsatz eines innovativen Ballastwasser-Behandlungssystems stärkt die Beluga Shipping GmbH weiterhin ihre Marktposition als technologisch führendes Unternehmen der Branche und nimmt den Umweltschutz noch vor der gesetzten Frist mit an Bord.
Weiterführende Informationen zum Ballastwasser-Behandlungssystem „CleanBallast“ sind erhältlich auf der Website www.rwo.de/de/.
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