Etamad

Mit Samthandschuhen angefasst:
Transport von empfindlichen Crew-Booten

Transport von zwei besonderen Wasserfahrzeugen auf dem MS „Beluga Fairy“

Hochgeschwindigkeitsschiffe erfordern besonderen Drei-Punkt-Lift

MS „Beluga Fairy“, ein moderner, im Dezember 2009 abgelieferter Mehrzweck-Schwergutfrachter der Beluga-Flotte, transportierte zwei besondere Wasserfahrzeuge von Malaysia in den Iran. „Bei einer Länge von 35 Metern wogen die Boote nur 110 Tonnen. Für eine solche Größe ist dieses Gewicht relativ gering“, sagt Cargo Superintendent Eduard Lopkov vom Beluga Transport Engineering, der das Laden in Port Kelang am 29. Januar 2010 beaufsichtigte. Die Struktur der beiden Crew-Boote bestand aus sehr leichten Materialien und einer dünnen Schiffswand. Solch eine Konstruktion erhöht die Geschwindigkeit der beiden Wasserfahrzeuge, machte sie aber gleichzeitig auch sehr empfindlich gegenüber Beulen und Kratzern.

„Um jede Gefährdung der Ladung zu vermeiden, wandten wir einen Lift mit drei Aufhängungspunkten direkt aus dem Wasser heraus an und verwendeten dafür besonders weite Polyester-Riemen“, erklärt Lopkov. „Sehr starke Strömung in dem an einem Fluss gelegenen Hafen erschwerten die exakte Ausrichtung der Lifting-Schlaufen unter Wasser, ein Taucher unterstützte uns bei dieser Arbeit.“ Danach konnten die Bordkräne des MS „Beluga Fairy“ die Crew-Boote ohne Probleme aus dem Wasser heben und auf den Ladeluken des Mehrzweck-Schwergutfrachters platzieren, unter dessen Deck bereits Kraftwerksausrüstung sowie Stahlplatten sicher verstaut lagerten.

Das eigentliche Laden der Schiffe schloss das Team vor Ort relativ schnell ab: „Durch die rechtzeitige Vorbereitung dieser Aufgabe und die Installation der Transportgerüste in der Nacht zuvor konnten wir beide Boote an einem Tag an Bord bringen. Das reduzierte die Liegezeit unseres Frachters und somit die Kosten für den Kunden“, sagt Kapitän Emmanuel Quiñanola, der selbst über große Erfahrung beim Transport von Projekt- und Schwergutladung verfügt. Die Crew-Boote wurden invers zueinander gestellt, hauptsächlich um Platz zum Bewegen des zweiten Boots zu gewinnen. Insgesamt 18 Stützblöcke aus Holz polsterten jedes der empfindlichen Boote.  Ein positiver Nebeneffekt: Die Transport-Ingenieure vergrößerten den Platz unter den beiden Kielen, um dort zusätzliche Kreuz-Lashings setzen zu können, da nur etwa ein Meter die beiden Schiffe an Deck trennte. Insgesamt 28 Lashing-Grommet-Systeme sicherten jedes von ihnen.

Nach dem Ende des Ladens setzte der Mehrzweck-Schwergutfrachter Kurs auf den iranischen Zielhafen Bandar Abbas, den er am 8. Februar 2010 pünktlich erreichte. Die Bordkräne leisteten wie schon in Malaysia ganze Arbeit und setzten die wertvolle Fracht vorsichtig ins Wasser. Eduard Lopkov resümiert: „Aufgrund der großen Erfahrung des Beluga-Teams und der guten Vorbereitung konnten wir dieses Projekt in einer schnellen und für alle Beteiligten sehr befriedigenden Art und Weise abschließen.“

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterMehr Informationen über das MS Beluga Fairy" und die F-Serie

 

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