Saipem

Zwei „Hotels” für das Kaspische Meer am Haken

MS „Beluga Stavanger“ transportiert riesige Wohnblöcke von Dubai in die Ukraine

MS „Beluga Stavanger“ transportiert riesige Wohnblöcke von Dubai in die Ukraine.

Besucher des Wüstenemirats Dubai begegnen Superlativen auf Schritt und Tritt: Das höchste Gebäude der Welt zum Beispiel oder deren größte künstliche Inseln. Auch andere überdimensionale Bauprojekte wie riesige Hotels, Einkaufszentren oder Vergnügungsparks gehören dazu. Sie alle liegen im Umkreis von Dubai, einer futuristischen Metropole am Persischen Golf. Gleich daneben in Jebel Ali, nebenbei bemerkt der weltgrößte von Menschenhand geschaffene Hafen, reiht sich das MS „Beluga Stavanger“ perfekt in diese Rekorde anziehende Umwelt ein: Die zwei Wohnblöcke, die der Mehrzweck-Schwergutfrachter am 2. Juli 2010 verlud, sind vergleichbar mit voll ausgestatteten Hotels, die alle möglichen lebensnotwendigen Einrichtungen in sich beherbergen.

Der erste Block mit den Maßen 39 x 16 x 9 Metern wurde unter Deck verladen und dort mit insgesamt 28 Stahlplatten gesichert. Beim Bewegen der 500-Tonnen-Einheit mussten die Kranführer absolut exakt arbeiten, denn die Fracht war nur wenig breiter als der Laderaum. Den anderen, sogar noch drei Meter längeren Block platzierten die Transportexperten auf die Lukendeckel des Schiffes. Insgesamt 38 Stahlplatten und vier Lashings auf jeder Seite hielten ihn während der Überfahrt in die ukrainische Schwarzmeerstadt Mariupol in Position.

Eine Überraschung beim Lift des größeren und schweren Blockes zwang das Team von Beluga zu einer schnellen Entscheidung. „Die Ladung neigte sich beim Anheben um zwei Grad, der angegebene Schwerpunkt erwies sich als inkorrekt. Das Manövrieren des Schwergutmoduls zwischen den Kränen hindurch wird damit schwieriger“, erklärt Prakash Mohanasundaram, einer der Transportingenieure von Beluga. „Nach einer sofortigen Analyse der Situation entschieden wir uns, dennoch mit dem Laden fortzufahren, nicht zuletzt, weil zwei Grad von der Klassifikationsgesellschaft für solche Operationen noch akzeptiert werden.“

Trotz der veränderten Ausgangslage konnte die Verladung innerhalb von nur zwei Tagen abgeschlossen werden, davon diente einer der Vorbereitung und einer zum Heben beider Einheiten. Bereits am Morgen des dritten Tages stach das Schiff in See. Nach zwei Wochen Überfahrt löschten die Kräne des MS „Beluga Stavanger“ die beiden „Hotels“ auf eine längsseits liegende Barge in Mariupol am Asowschen Meer. Natürlich hatten die Transportingenieure von Beluga in der Zwischenzeit den Ladeplan an den neuen Schwerpunkt angepasst – sichtbar an der perfekt horizontalen Position, in der die beiden Wohnblöcke durch die sommerlich-heiße ukrainische Luft schwebten. Ihre Reise setzte sich anschließend über Don und Wolga zum Kashagan-Ölfeld im Kaspischen Meer fort.

Hier erfahren Sie mehr über das MS „Beluga Stavanger" und die P1-Serie

 

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