CITIC Pacific

Laser-geprüfte Genauigkeit: Die erste Unterwasser-Installation von Beluga erfolgreich abgeschlossen

MS „Beluga Shanghai“ transportiert Projektladung von China nach Australien

MS „Beluga Shanghai“ löscht zwei riesige Dalben direkt auf den Grund eines zukünftigen Hafens // Full-Service-Lösung umgesetzt

„Haargenau zu sein mit einem Haarschopf, der 700 Tonnen wiegt“, umreißt Tambek Jakson, Cargo Superintendent von Beluga, die Herausforderung, zwei 22 Meter hohe Stopp-Dalben mit 16 Meter Durchmesser sicher zu bewegen. „Zum Löschen mussten wir beide Einheiten direkt im trüben Wasser eines nur halbfertigen Hafenbeckens platzieren. Die Bedingungen vor Ort erlaubten einen Toleranzbereich von nur fünf Zentimetern, der per Laser von Land aus überwacht wurde. Wir hatten nur einen einzigen Versuch, die Teile richtig abzusetzen. Eine Korrektur war nicht mehr vorgesehen.“

Da das MS „Beluga Shanghai“ frei schwimmend und nur durch mehrere – wegen des Tidenhubs von vier Metern – lose 100-Meter-Leinen gesichert war, vermittelte die Szenerie den Eindruck einer Offshore-Operation. Der gerade erst in Dienst gestellte Mehrzweck-Schwergutfrachter der Beluga P2-Serie blieb nur durch das eigene leistungsstarke Ballastwassersystem stabil, sogar als die Ladung ins Wasser eintauchte. „Die auf der einen Seite angebrachten Fender verhielten sich wie Luftkissen und generierten einseitig Auftrieb. Das machte das exakte Absetzen extrem schwierig“, erklärt Jakson nach der Entladung der beiden Giganten zwischen dem 21. und 24. Oktober 2010 im australischen Cape Preston.

Beide Dalben ähneln riesigen Stahlzylindern aber unterscheiden sich relativ stark hinsichtlich ihrer inneren Struktur. Ihre Charakteristika forderten das Team von Beluga bereits während des Ladens vom 7. bis 10. Oktober 2010 im chinesischen Penglai heraus. Die mit 645 Tonnen Gewicht schwerere von beiden brachte zusammen mit dem Ladegeschirr fast 700 Tonnen auf die Waage. „Wir mussten das Geschirr in rund 17 Metern Höhe oben auf der Ladung anschlagen. Unter anderem mit 400-Tonnen-Schäkeln, bei jedem einzelnen wiegt dabei allein der Sicherungsstift schon 90 Kilogramm“, beschreibt Beluga-Transportingenieur Loren Eckardt einige der Problemstellungen, denen er und seine Kollegen vor Ort gegenüber standen. 

Die leichtere Dalbe wog zwar „nur“ 545 Kilogramm, wies aber einen stark versetzten Schwerpunkt auf. Zusätzlich war dessen Lage in den Papieren nicht ganz korrekt angegeben, sodass sich die Ladung während des Lifts in Penglai mit einem einzigen der beiden 700-Tonnen-Kräne des Schiffes in der Luft um etwa einen halben Meter zur Seite neigte. „Wir haben die dabei generierten Daten genutzt, um den Schwerpunkt neu zu berechnen und dementsprechend Änderungen am Ladegeschirr für das Löschen vorgenommen. Bei der Unterwasser-Installation war nicht die geringste Neigung erlaubt“, sagt Eckardt. „Wegen des weit versetzten Schwerpunkts sah das von uns designte Geschirr etwas unorthodox aus, es erwies sich aber als äußerst effektiv – die Ladung hob absolut senkrecht ab.“

Die Größe der Fracht blockierte nicht nur Platz an Deck oder die Sicht von der Brücke, sondern auch die Ruheposition der beiden backbordseitigen Kräne. Beluga nutzte deshalb eine Option des Herstellers, die Ausleger für die Überfahrt aufrecht zu fixieren. Infrarotkameras, ein zusätzliches Radargerät und eine extra verstärkte Crew für eine größere Anzahl an Wachpositionen glichen die eingeschränkte Sicht an Bord aus. 

In Cape Preston, ein entlegener Ort in der Pilbara-Region in Westaustralien, wird gerade eine der größten Magnetit-Minen der Welt erschlossen. Der größte Teil der notwendigen Infrastruktur befindet sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch im Aufbau, darunter auch die Hafenanlagen selber. Eine willkommene Gelegenheit für den Weltmarktführer im Projekt- und Schwergutgeschäft, seine besonderen Fähigkeiten auch unter widrigen Umständen erneut unter Beweis zu stellen. „Das war unsere erste Unterwasser-Installation, aber mit Sicherheit nicht die letzte. Als Komplettdienstleister haben wir hier zusammen mit dem Kunden eine Gesamtlösung von der Vorplanung des Projektes bis zum Verfüllen der Dalben mit Betonballast in Cape Preston abgeliefert“, resümiert Jakson.

Oder, wie es auf Kundenseite bei CITIC Pacific Mining heißt: „Wir sind sehr beeindruckt von der Professionalität von Beluga, die selbst gewisse Schwierigkeiten mit den Bedingungen vor Ort gemeistert haben, es lief alles wunderbar glatt. Ich werde definitiv auch in zukünftigen Projekten auf deren Hilfe zurückgreifen“, stellt Senior Project Engineer Nathan Fuller klar.

Hier erfahren Sie mehr über das MS „Beluga Shanghai" und die P2-Serie

 

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