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Millimetergenau geplant: MS „Beluga Intonation“
lädt Reaktoren trotz strenger Tiefgangsgrenzen

MS „Beluga Intonation“ lädt Reaktoren trotz strenger Tiefgangsgrenzen

Beschränkungen im Chartervertrag genau wie die außerordentliche Sensibilität der Fracht machten diesen Transport zu einer ganz besonderen Herausforderung für das MS „Beluga Intonation“.

Die im italienischen Hafen von Ortona zu ladenden zwei Reaktoren wogen beide jeweils 326 Tonnen und maßen 36.5 x 8 x 11.5 Meter. Mit Ausnahme der Transportsättel waren sie zu ihrem Schutz komplett in Plastik eingeschweißt. Zahlreiche vorstehende Teile wie Röhren oder Metallträger erschwerten die Handhabung. Aufgrund der speziellen Eigenschaften des Hafens und Beschränkungen im Chartervertrag durfte der Mehrzweck-Schwergutfrachter einen maximalen Tiefgang von nur 5,8 Metern nicht überschreiten, trotz dass das Schiff im italienischen Trieste bereits schwere Generatoren in den Laderäumen verstaut hatte.

Restriktive Bedingungen, die nach kreativen Lösungen verlangten. „Wir musste den Lift und das anschließende Fixieren exakt auf den Millimeter planen. Zum Beispiel nutzten wir das Gezeitenhochwasser während des Ladens aus, um noch ein wenig mehr Sicherheitsabstand zwischen Grund und Kiel zu gewinnen“, sagt David Slack, Cargo Superintendent und in Italien vor Ort, um den Lift am 24. und 25. März 2009 zu überwachen. Um das Schiff leichter zu machen und eine größere Spanne zum Pumpen des Ballastwassers zu erreichen, hatten wir vorher für die Operation nicht notwendige Zwischendecks auf einen nahe gelegenen Anleger entladen.“

Das war jedoch noch nicht alles, um eine solche Verladung zu meistern. Das Team von Beluga nutzte die überragenden Fähigkeiten des Schiffs und hob die Reaktoren mit nur jeweils einem Kran an Deck. „Beim Belassen von zwei der drei Kräne des MS ‚Beluga Intonation’ in Ruheposition während der Arbeiten verbessert sich die Lage des Schwerpunktes des Schiffes und damit dessen Stabilität“, erklärt David Slack. Er und seine Kollegen vom Team vor Ort – darunter Kapitän, Schiffsoffiziere und die Kranführer – stimmten sich vor jedem Lift über die Vorgehensweise ab. „Gute Vorbereitung ist unerlässlich. In diesen 40 Minuten, während sich die Ladung jeweils in der Luft befindet, gibt es keine Fehlertoleranz. Jeder muss sein Aufgabenfeld beherrschen“, bringt es David Slack auf den Punkt. „Wir sprechen auch bestimmte Signale ab, die den Prozess jederzeit unterbrechen können, falls jemand etwas Ungewöhnliches entdeckt. Die Kommunikation zwischen Brücke, Kran, Deck und Anleger muss ohne viele Worte auskommen.“

Die vorgesehenen Ladepositionen der schweren und wertvollen Reaktoren wurden bereits im Voraus durch Punktlast reduzierende Stahlmatten vorbereitet. „Von oben betrachtet erkennt man, dass die beiden Reaktoren exakt in einer Reihe stehen und dazu in der besten Position in der Nähe der Mittellinie des Schiffes“, bemerkt David Slack.

Mehr als 100 Lashings sicherten die wertvolle Ladung um sie während der Fahrt vor dem Einfluss von Wind und Wellen zu schützen. Einige der verwendeten Materialien polsterte das Team von Beluga so ab, dass jeglicher Kontakt mit der Ladung oder vorstehender Teile ausgeschlossen werden konnte.  Mit gesicherter Fracht und den Zwischendecks wieder an Bord legte das Schiff in Richtung Ras Laffan ab, eine Stadt in Katar am Persischen Golf. Am 9. April 2009 erreichten die Reaktoren sicher den Zielhafen, nach ihrer Inbetriebnahme helfen sie der Öl- und Gasindustrie des Landes weiter zu expandieren.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMehr Informationen über das MS „Beluga Intonation" und die I-700-Serie

 

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