Petronas (Züst & Bachmeier als Charterer)

Double Banking: Zeitkritisches Projekt macht
ungewöhnliche Entladung notwendig

MS „Beluga Intonation” und MS „Beluga Constitution”

Ein seltenes Schauspiel im Hafen der ukrainischen Stadt Mariupol: Drei Schiffe haben längsseits nebeneinander und an der Pier festgemacht.

Zwei von ihnen sind Spezial-Frachtschiffe, das Dritte ein Binnenschiff. In der Mitte befindet sich das MS „Beluga Intonation“, ein moderner Mehrzweck-Schwergutfrachter, der erst vor einem Jahr verlängert und verstärkt wurde. Mit seinen leistungsstarken Kränen, die Lasten von bis zu 700 Tonnen heben können, löscht es die Ladung des längsseits liegenden MS „Beluga Constitution“ auf das Binnenschiff. Ein Vorgang, der auch unter dem Namen Double Banking bekannt ist.

Die 50 Frachtstücke, die die zweite von insgesamt fünf Verschiffungen von Strukturkörpern und Ausrüstungen für eine Offshore-Ölplattform darstellen, sind für ihren endgültigen Einsatzort im Kaspischen Meer bestimmt. Vier davon wiegen jeweils 340 Tonnen und messen 31,5 x 10,1 x 8,7 Meter. Die Kräne des MS „Beluga Intonation“ müssen jedes einzelne Stück vom backbords liegenden Schiff heben, versetzt zwischen Kränen über das Deck schwenken und anschließend sicher auf dem steuerbordseitigen Binnenschiff platzieren. „Die Bewegung von einer Seite zur anderen verlangt genauestes Ballasten und die exakte Beherrschung der Kräne“, sagt Beluga Cargo Superintendent Eduard Lopkov. Aber das sind nicht die einzigen Herausforderungen, denen er und sein Team gegenüberstehen. Er fügt hinzu: „Platz zum Manövrieren ist in diesem Hafen für uns aufgrund seiner Größe, einer hohen Zahl anderer Schiffe sowie flachem Wasser nur eingeschränkt vorhanden. Wir müssen die drei Schiffe dennoch für jeden Lift in der jeweils besten Stellung neu zueinander positionieren.“ Im Gegensatz zu den Frachtern von Beluga verfügen die Binnenschiffe über kein eigenes Trimming-System zum Austarieren bei ungleicher Lastenverteilung. „Um eine permanente Krängung zu vermeiden, müssen selbst die größten und schwersten Frachtstücke exakt auf die vorbestimmte Position gesetzt werden, nur eine minimale Toleranz ist erlaubt“, erklärt der Cargo Superintendent.

Verzögerungen bei der Produktion der Einzelteile machten diese ungewöhnliche Konstellation mit zwei Beluga-Schiffen notwendig. Die russischen Inlandswasserwege schließen über den Winter vom 10. November an bis zum Mai des nächsten Jahres. Das Verfehlen dieser Frist hätte eine Verzögerung des gesamten Projektes zur Folge, da der Beginn des Zusammenbaus der Plattform bereits für Ende dieses Jahres angesetzt war. Die letzte Gelegenheit für die Abfahrt der Binnenschiffe, um noch sicher zum Zielhafen zu gelangen, war der 1. November. MS „Beluga Intonation“ hatte nach der Entladung der Güter aus der ersten Verschiffung in Mariupol keine Zeit mehr, wie geplant noch einmal zur Produktionsstätte in Malaysia zurückzufahren. Das Projektteam von Beluga musste schnell handeln, um eine Alternative zu finden: Das zufällig vor Ort befindliche MS „Beluga Constitution“ stellte die geeignete Tonnage zur Verfügung und konnte so den Transport ausführen. Für das Löschen wurden jedoch wieder die stärkeren Kräne von MS „Beluga Intonation“ benötigt.

Die herausfordernden Heavy-Lifts wurden zwischen dem 22. und 26. Oktober 2008 durchgeführt, bis zum 29. Oktober waren alle Operationen im Hafen abgeschlossen. Marine Warranty Surveyor Noble Denton überwachte die gesamten Vorgänge im Hafen und stellte die notwendigen Akzeptanz-Zertifikate für jeden Heavy-Lift aus. Eduard Lopkov resümiert: „Danke für das große Engagement der involvierten Crews, besonders an Kapitän Dimitru Ionut Dinu und Chief Officer Jonathan Suyo vom MS ‚Beluga Intonation’ sowie Kapitän Sergey Garshin vom MS ‚Beluga Constitution’, die glänzende Arbeit geleistet haben.“

Erfahren Sie mehr über das Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterMS ‚Beluga Constitution” und das Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterMS ‚Beluga Intonation”

 

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