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Herausforderung Nordostpassage bewältigt

Herausforderung Nordostpassage bewältigt

Mittwoch, 9. September 2009

Beluga-Frachter erreichen Zielhafen im Ob-Delta

Mission erfüllt - Weltpremiere geglückt: Die beiden Mehrzweck-Schwergutfrachter MS „Beluga Fraternity“ und MS „Beluga Foresight“ haben ihr Ziel in Sibirien sicher erreicht. Binnen weniger Stunden ankerten am Montag, 07. September 2009 die mit schweren Kraftwerksmodulen beladenen Schiffe in Novyy Port / Yamburg im Delta des Flusses Ob. Damit ist es der Bremer Projekt- und Schwergutreederei Beluga Shipping GmbH erstmals gelungen, zwei Handelsschiffe durch die lange Zeit undurchdringbare Nordostpassage von Asien nach Europa fahren zu lassen. Das MS „Beluga Fraternity“ war am 23. Juli, das Schwesterschiff MS „Beluga Foresight“ fünf Tage später aus Ulsan, Südkorea, in See gestochen, um über die Kontrollstelle in Wladiwostok in den so genannten Nördlichen Seeweg einzufahren und die Projektladung so weit in das Zielgebiet hinein zu transportieren, wie dieses zuvor keinem anderen Handelsschiff möglich gewesen ist. Nun werden die insgesamt 44 Ladungsteile mit Einzelgewichten von 200 Tonnen und mehr mit dem bordeigenen Krangeschirr offshore auf Bargen umgeladen und nach Surgut befördert. Im Anschluss werden beide Schiffe via Murmansk nach Europa reisen, um in Rotterdam die je noch an Bord befindlichen 3.500 Frachttonnen Konstruktionsteile sowie Kisten und Kästen sicher abzuliefern.
 
„Wir sind alle sehr stolz und glücklich, als erste westliche Reederei die legendäre Nordostpassage erfolgreich durchquert und die sensible Ladung sicher durch dieses außerordentlich anspruchsvolle Seegebiet transportiert zu haben“, sagte Niels Stolberg, Geschäftsführender Gesellschafter der Beluga Shipping GmbH, nachdem die Kapitäne Aleksander Antonov und Valeriy Durov das Setzen des Ankers im Zielhafen gemeldet hatten. „Die Nordostpassage bei der Premiere ohne Zwischenfälle derart gut und professionell durchfahren zu haben, ist das Ergebnis unserer überaus sorgfältigen Vorbereitung sowie der hervorragenden Teamarbeit zwischen unseren aufmerksamen Kapitänen, unseren zuverlässigen Meteorologen und unserer gesamten engagierten Mannschaft“, so Stolberg.
 
In den vergangenen Tagen, welche durch das Ostsibirische Meer, durch die Sannikowstraße und als nördlichstem Punkt durch die Wilkitzkistraße führten, waren die Beluga-Frachter in einem kleinen Konvoi den russischen Atomflot-Eisbrechern „50 let Pobedy“ und „Rossia“ gefolgt. Kleine Eisberge, Eisfelder und Eisbrocken wurden navigatorisch sicher passiert. Nach der erfolgreichen Premiere, kündigte Beluga Shipping für 2010 weitere Projektfahrten durch die Nordostpassage an – dann voraussichtlich schon mit den neuen Super Heavy Lift-Schiffen der Beluga P-Klasse, die ab Herbst dieses Jahres in Dienst gestellt werden.

Öffnet externen Link in neuem FensterWeitere Informationen über die Beluga- F-Serie

 
 

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